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  Lisa schrieb:  
  hey wie gehts euch denn so? mir ganz gut
am 16.07.2006
 
  Denise schrieb:  
  hi morgen gehts los. fahr zwar das erste mal mit und alleine ab dortmund freue mich aber total
bis morgen
am 23.06.2006
 
  Linda schrieb:  
  Am Samstag fahr ich Nach Boitzenburg. Mache so ne?Freizeit mit...hoffe mal dass auch ein paar correcte leute dabei sind! Wenn ihr auch fahr, meldet euch doch ok? ICQ 297-094-607
am 21.06.2006 Essen NRW
 
  Franziska schrieb:  
  hi leute ich freue mich voll auf morgen(18.06.06) weil ich da nach schlo? boitzenburg zur Klassenfahrt fahre d s wird sicher mega coo!!!
am 17.06.2006 Berlin
 

   
 

Historisches über Boitzenburg



Die wald- und wasserreiche Umgebung Boitzenburgs ist uraltes Siedlungsgebiet. Die in Schlossnähe und in den umliegenden Dörfern gefundenen Gräber lassen vermuten, dass hier bereits in germanischer Zeit eine hölzerne Fluchtburg, umgeben von dichten Wäldern, Sumpf und Wasser, entstanden ist. Im 5. Jahrhundert verließen im Zuge der Völkerwanderungen auch große Teile der germanischen Stämme die Gebiete des heutigen Boitzenburgs. Aus dem Osten rückten die Slawen nach und vermischten sich mit den verbliebenen Germanen. Der Name Boitzenburg wird in den Urkunden erstmalig 1215 als Name eines Adelsgeschlechts genannt. 1240 taucht ein pommerscher Truchseß mit dem Namen Johannes de Boyceneburg in den Urkunden auf. Das Kloster Boyceneburch wird 1271 erstmalig erwähnt und eine Urkunde von 1276 nennt dann die Burg auf einer Insel im See Tytzen mit 10 dabei liegenden Dörfern. Der Name Boitzenburg kann aus dem Slawischen abgeleitet werden und bedeutet dann soviel wie Kampfstätte oder Kämpferplatz. Boitzenburg und seine Umgebung war Jahrhunderte lang Streitobjekt im Krieg der Fürsten von Brandenburg, Pommern und Mecklenburg. Hierin ist auch die wachsende Bedeutung der schwer zugänglichen Burg zu sehen. Vor 1250 ist Boitzenburg pommersch, dann Burg und Vogtei der Brandenburger Fürsten. Im 14. und 15. Jahrhundert ist die Burg Sitz verschiedener Adliger, die als Landvögte des Uckerlandes oder auch als Pfandinhaber bezeichnet werden. 1392 muss der Markgraf Boitzenburg, Zehdenick und Strasburg für Kriegskosten an die Pommern verpfänden. Kurze Zeit später sind die Pommern wieder vertrieben. Ab 1398 kommt es zu einer erneuten Zwischenherrschaft der Pommern, die bis 1416 andauert. Kaiser Sigismund setzt 1411 Friedrich I. von Hohenzollern als Generalstatthalter und Verweser der Mark Brandenburg ein. Dieser kauft 1415 im Vergleich zu Neustadt-Eberswalde für 2000 Rheinische Gulden Boitzenburg und Zehdenick von den Pommern-Herzögen zurück.


Boitzenburg historisch - Lenne Park
Boitzenburg historisch - Meranstich
Boitzenburg historisch - Kerkowsiegel


Durch erneute Kriege gehen die Uckerlande 1420 wieder zurück an die Pommern und wird 1427 wieder fast vollständig an die Mark Brandenburg gegliedert. In dieser Zeit treten die ersten von Arnim in Boitzenburg als Pfandinhaber auf und bleiben Lehensträger bis 1439. Der Markgraf erlaubt ihnen, die Ringmauer der Burg auszubessern und eine Küche zu bauen. Seit Friedrich II., der den Rang eines Kurfürsten erhält, wird erstmalig die Bezeichnung Uckermark in den Urkunden verwendet. Um 1486 erhält Henning von Arnim für wenige Jahre das Lehen von Kurfürst Johann Cicero und ist auch gleichzeitig Vogt der Uckermark. 1491 befiehlt der Kurfürst, das baufällige Schloss auszubessern und zu halten. Bis 1506 gibt es mehrere Wechsel bei den Lehensherren. In diesem Jahr tauschte Kurfürst Joachim I. sein von Beamten verwaltetes Schloss Boitzenburg gegen das Schloss Zehdenick, das dem kurfürstlichen Rat Hans von Arnim gehörte. Im Jahre 1528 wird Boitzenburg Hans von Arnim als erbliches Manneslehen bestätigt mit allen und jeglichen Gnaden, Rechten, Freiheiten und Gerechtigkeiten, Vorwerken, Schäfereien, Äckern, Weiden, Dörfern, obersten und niedersten Gerichten, Holzungen, Büschen, Grenzen, Seen, Mühlen usw. Als Gegenleistung schwört Arnim dem Kurfürsten Treue und Kriegsdienste mit allen Dörfern. 1537 erhebt ihn Kurfürst Joachim II. auf Lebzeit zum Landvogt der Uckermark. Er kauft 1538 vom Kurfürsten für 3500 Gulden die Klostergüter und auch die Güter des Klosters Himmelpfort. Das Kloster wird nun als zweites Schloss genutzt und umgebaut. Nach 1571 kommt es zur Teilung des Besitzes unter die beiden Söhne. Kurt erhält das eigentliche Schloss (Oberhaus) und Berndt zuerst den Klosterhof und später die Vorburg (Unterhaus). Ein weiterer bedeutender Vertreter des Boitzenburger Adela war der unverheiratete Hans Georg von Arnim. Nach Sitte des Adels hatte er sich im Ausland durch Dienste in der schwedischen und polnischen Armee Kriegserfahrungen und Ruhm erworben. Während des Dreißigjährigen Krieges brachte er es bis zum Vertrauten Wallensteins, der im November 1628 im Boitzenburger Schloss die Munitionsvorräte besichtigte. Im April des gleichen Jahres war Arnim in Prag vom Kaiser zum Feldmarschall ernannt worden.


Boitzenburg historisch - Schlossansicht 1842
Boitzenburg historisch - Schloss Dorflein


Bis zu diesem Zeitpunkt war der Krieg fast an der Uckermark vorüber gegangen, um dann umso heftiger mit all seiner Grausamkeit und Härte die Menschen in der Uckermark zu treffen. Plünderungen, Brandschatzungen und Erpressungen waren an der Tagesordnung. Dazu kam dann noch die Einquartierung der Soldaten. So klagten denn 1635 die Bauern von Naugarten und Berkholz, sie hätten keinen Scheffel Korn für sich und ihre Kinder behalten. Während dieser Zeit wurden viele Dörfer wüst, weil die Bauern ausstarben oder geflüchtet waren. Ebenso wurden auch viele Städte bis auf wenige Einwohner entvölkert. In der Stadt Prenzlau wurden „kaum 600 Köpfe" gezählt. Im Jahre 1637 wütete zudem die Pest mit gleicher Erbarmungslosigkeit unter Menschen und Vieh. In der Kriegszeit überfielen schwedische Reiterkommandos das Boitzenburger Schloss, nahmen den Feldmarschall gefangen und brachten ihn nach Stockholm, von wo er jedoch ein Jahr später entflieht und 1641 in Dresden verstirbt. Er hinterließ völlig verschuldete Güter, die 1649, ein Jahr nach Kriegsende, in drei Teile zerfallen. 50 Jahre nach dem Krieg waren die Bauten immer noch in einem schlechten Zustand. Zudem wurden das Uhrwerk nach Nechlin und die Glocke nach Kröchlendorff gebracht. Es heißt: „Das Hausgerät ist meist distrahiert und verdorben. Die brieflichen Dokumente sind teils nach Berlin, teils nach Nechlin gekommen". Erst 1732 hat der Staatsminister George Dietloff von Arnim die seit 1649 geteilten Besitzungen wieder vereint und 1740 die Wiederherstellung und Restauration des Schlosses beendet. Erst nach fast 100 Jahren gelingt es, auch die letzten durch den Krieg wüst gewordenen Bauernhöfe wieder zu besetzen. Bis ins hohe Alter ist George Dietloff unter dem Preußenkönig Friedrich II. regierender Minister und Kurator der Akademie der Wissenschaften. Sein Enkel Friedrich Wilhelm von Arnim wird 1766 als regierender Minister des Forst-Departements in den Grafenstand erhoben. Er realisierte um 1800 die Floßbarmachung der über 20 km langen Gewässer von Boitzenburg nach Lychen und ordnete an, die Umgebung von Boitzenburg parkähnlich, nach englischem Vorbild zu gestalten.
 
 
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